Beschäftigungsideen ab 1 Jahr
Kleine Spielmomente für mehr Ruhe im Familienalltag
Einfache Ideen für ruhige Spielmomente
Kinder brauchen in den ersten Lebensjahren vor allem eines: Zeit zum Spielen. Entwicklungspsychologische Forschung zeigt, dass freies Spiel (also Spiel, bei dem das Kind selbst entscheidet, was und wie es spielt) zentral ist, damit sich Gehirn, Motorik, Sprache und soziale Fähigkeiten entfalten können.
Nicht jede Beschäftigung muss aufwendig vorbereitet werden.
Oft reichen kleine Ideen, einfache Materialien und ein ruhiger Moment, damit Kinder ins Spiel finden können.

Schütten & Füllen
Dafür brauchst du:
Becher, kleine Schüsseln oder Tupperdosen
trockene Nudeln, Linsen oder größere Steine
optional: Wasser unter Aufsicht
für die Badewanne: kleine Becher, Siebe oder Löffel
So könnt ihr spielen:
Kinder können Materialien von einem Behälter in den anderen schütten, mit Löffeln umfüllen oder Wasser hin- und her gießen.
Viele Kleinkinder beschäftigen sich erstaunlich lange
mit diesen einfachen Wiederholungen.
Dabei fördern sie ganz nebenbei Konzentration, Feinmotorik und das Verständnis von Ursache und Wirkung.
Gerade das Wiederholen derselben Bewegungen
gibt vielen Kindern Ruhe und Sicherheit.
In der Badewanne lässt sich die Idee oft ganz unkompliziert erweitern, zum Beispiel mit kleinen Bechern, Sieben oder Löffeln zum Schöpfen und Ausgießen.
Tücher-Spiel
Dafür brauchst du:
bunte Stofftücher, Halstücher oder Waschlappen
eine kleine Box, Schüssel oder Kartonschachtel
optional: eine Schachtel mit einer kleinen Öffnung
So könnt ihr spielen:
Kinder können die Tücher in eine Box stecken
und wieder herausziehen, unter einem Tuch verschwinden lassen
oder durch eine kleine Öffnung ziehen.
Auch einfache „Kuckuck“-Spiele machen vielen Kleinkindern
große Freude.
Die ruhigen Wiederholungen wirken auf Erwachsene oft unscheinbar, können Kinder aber überraschend lange beschäftigen.
Dabei fördern sie ganz nebenbei Feinmotorik, Konzentration und die sogenannte Objektpermanenz – also das Verständnis dafür, dass Dinge weiterhin da sind, auch wenn man sie gerade nicht sehen kann. Gleichzeitig entstehen oft erste kleine Begriffe wie „weg“, „da“ oder „nochmal“.


Objekte einwerfen
Dafür brauchst du:
einen Karton oder eine leere Box
eingeschnittene Schlitze oder größere Löcher
große Deckel, Bierdeckel, Holzscheiben oder andere ungefährliche Gegenstände
So könnt ihr spielen:
Kinder können verschiedene Gegenstände durch die Öffnungen
im Karton stecken und beobachten, was danach passiert.
Viele Kleinkinder wiederholen diese Bewegungen immer wieder
mit großer Konzentration.
Dabei fördern sie ganz nebenbei Feinmotorik,
Hand-Auge-Koordination und erstes Problemlösen.
Außerdem lernen Kinder, Formen und Öffnungen besser einzuschätzen
und Bewegungen gezielt zu koordinieren.
Wichtig ist dabei nur, dass alle Materialien groß genug sind,
damit nichts verschluckt werden kann.
Kleine Spielmomente dürfen genug sein
Nicht jeder Nachmittag braucht Unterhaltung rund um die Uhr.
Oft reichen kleine Beschäftigungen,
ruhige Wiederholungen und einfache Materialien,
damit Kinder ins Spiel finden
und Familien zwischendurch etwas durchatmen können.
